Warum unverpackt - noch einmal

Wollen wir weiter zulassen, dass wir jede Woche solche Bilder sehen? Ist uns bewusst, wieviel Müll wir verursachen? Ist all dieser Verpackungsmüll notwendig? Ist uns bewusst, dass Plastik auch über die Nahrungskette in unseren Körper gelangt?

Sabine Koch -

Im Unverpackt-Laden kann das Sortiment lose – also, nicht im Gebinde und somit frei von Verpackungen, erworben werden. Damit schonen wir die Umwelt, wir vermeiden Verpackungsmüll, setzen uns gegen die Lebensmittelverschwendung ein und da wir nur biologische Nahrungsmittel in unserem Sortiment haben werden, tun wir unserem Körper etwas Gutes und unterstützen noch all die, die an dieser Nahrungskette dranhängen.


Verpackungen bieten für den Handel logistische Vorteile

Beim Transport
Es kann mehr Ware „effektiver“ transportiert werden.
Vorgegebene Verpackungseinheit
Das heißt, die Kunden sind „gezwungen“, mehr zu kaufen, da es oft nicht die gewünschte Verpackungseinheit gibt.
Zeitersparnis
Der Einkauf geht schneller für den Kunden, da nicht selbst abgefüllt werden muss und schneller kassiert werden kann.

Gelbe Säcke, die sich bis auf Gehweg und Straße türmen.

Darüber hinaus argumentiert der Handel mit Hygiene, Frische und Schutz der Produkte. Der Preis hierfür ist ein zunehmender Müllberg, landet die Verpackung, die meist aus Plastik ist, nach einmaliger Nutzung doch gewöhnlich im Müll. Dazu kommt, dass Verpackungen immer komplexer werden und sich häufig aus unterschiedlichen Materialien zusammensetzen. Dies erschwert das Recycling ungemein oder macht es sogar unmöglich.

In den Tante-Emma-Läden unserer Eltern und Großeltern und auf den Märkten, wurden und werden die meisten Waren unverpackt angeboten. Wir wollen daran mitgestalten, dass diese unverpackten Einkaufsangebote wieder stärker den Einkaufsalltag aller Menschen prägen und möglichst viele Menschen die Möglichkeit haben in ihrer Nähe haben. Lebensmittelverschwendung konnte sich damals kaum jemand nicht leisten.

Unverpackt Einkaufen – wie geht das?

Unverpackt einzukaufen ist am Anfang ungewohnt und bedarf einer gewissen Planung und Vorbereitung. Man bringt eigene Gefäße und Behältnisse z.B. Schraubgläser, Dosen, Beutel mit, in der Größe für die Menge, die auch tatsächlich benötigt wird. Dadurch entsteht ein bewussteres Einkaufen. Nicht die XXL Version, weil die doch so günstig ist und der Rest landet dann im Müll. Man kann auch z.B. Putzmittel und Cremes selbst herstellen und hierfür die Zutaten unverpackt holen, in den Mengen, die man benötigt – z.B. Natron, Waschsoda, Sheabutter etc. Unverpackt einkaufen ist Teil der eines nachhaltigen Lebensstils mit Blick auf unsere wertvollen Lebensmittel und die Erhaltung Nachhaltigkeit.

Wir, von der Initiative Unverpackt möchten mit Euch ins Gespräch kommen, vielleicht bei einem Workshop, einem Nachhaltigkeitsstammtisch – Wir teilen entsprechende Lektüre und Rezepte Wir freuen uns auf Dich! Und brauchen Dich! Du kannst Dich ganz individuell einbringen! Melde Dich bei uns!